Ortschronik Gröbern
Gröbern liegt an der Straße von Meißen nach Radeburg am Nordwesthang des Elbtalgrabens. Es ist ein Straßendorf mit einem Sackgassenteil östlich der Kirche. 1180 als Herrensitz Grobere, abzuleiten vom altsorbisch chrobry = Leute des Chrobr oder die Tapferen, genannt. 1206 erscheint der Name Crobere.

Das Rittergut von Gröbern befand sich im so genannten „Winkel“. So leitete man den Namen der Straße „Im Winkel“ ab. Später erwarb es Kürfürst August der Starke und zerschlug es in vier Bauerngüter.
Die Kirche, die den Flammen zum Opfer
fiel, entstand 1686-89 neu. An der Mauer wurde eine Sonnenuhr
angebracht.
Der Roitzschberg, früher genannt „Rodewanesberch“, war 1661 ein Rittergut mit 4 Winzereien und Gefängnis. Er steht seit 1990 unter Naturschutz und ist ein Flächennaturdenkmal. Der Roitzschberg ist durch ein größeres Vorkommen der Wilden Tulpe auch bei den Botanikern sehr beliebt.
In Mitten des Dorfes steht ein altes Fachwerkhaus
in der Nähe der Kirche.
Dieses Fachwerkhaus, welches schon über 200 Jahre alt
ist, wurde 1998 in ein
Handarbeitsmuseum und Handarbeitshaus
umgewandelt, welches heute sehr guten Zuspruch findet.

Nördlich von Gröbern wurden im Laufe der Zeit mehrere Sand- und Kiesgruben erschlossen. 1929 wurden in diesen Sandgruben Gräberfunde der Bronze- und Eisenzeit gemacht. Die Sandgruben wurden bis zur Erschöpfung ausgenutzt, ab dem Jahr 1962 wurden die Gruben offiziell als Mülldeponie genutzt. An dieser Stelle entstand nach 1990 ein moderner Recyclingpark.
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